Mein Poker-Tagebuch auf Mr Green und Book of Ra: Tag 2

mr green casinoHeute möchte ich euch zwei Hände vorstellen. Beide habe ich letzten Dienstag gespielt, und zwar auf Mr Green (1. Hand) und Book of Ra (2. Hand). Was haltet ihr von den Händen? Schreibt eure Meinung in einen Kommentar!

Die erste Hand, auf Mr Green, war eine 98s. Solide, aber nicht weltbewegend. Ich saß im Small Blind und hatte nur zwei Mitstreiter, also was soll‘s. Zumal die Pre-Flop-Wette nur gering war. Ich habe also gecallt und der Flop förderte eine 59J zu Tage. Hmm, dachte ich mir. Nur eine Karte auf dem Flop hatte meine Farbe. Ich hatte zwar ein Middle Pair und die entfernte Chance auf eine Straße, aber das war ganz schön heikel. Glücklicherweise checkten ich und meine Gegenspieler alle munter durch, sodass prompt zum Turn übergegangen werden konnte.

Und siehe da: eine 7, noch dazu in meiner Farbe. Flush Draw und Straight Draw in Personalunion. Zwar waren diese Zielblätter immer noch nur vage, und selbst bei einem Eintreffen würde es nicht sicher sein, ob ich das beste Blatt hätte, aber ich machte mir nichts draus und ging das Risiko ein. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich nur einen kleinen Alibibetrag setzte, der auch von meinen Gegnern gecallt wurde, und das ohne Raise.

Was meine Gegner wohl hatten? Warum sind sie in das Spiel gegangen und haben sich bisher ohne Wette durchgeschlängelt? Ich spekulierte, dass beide Spieler kein gutes Blatt hatten. Vielleicht K4, 44, A3 oder sowas. In anderen Worten, entweder einen hohen Kicker mit einer niedrigen Beikarte oder ein Paar, das niedriger war als die Werte auf dem Flop. Aber warum dann nicht mit einem Paar wetten? Das verminderte wiederum für mich die Einschätzung eines Paars. Insbesondere dem Big Blind traute ich zu, ein „Schrottblatt“ zu haben à la 72, T2 oder dergleichen. Er brauchte ja schließlich nur zu checken. Aber dann fragte ich mich wieder: Wenn die alle gesehen hatten, dass die anderen Spieler auch nichts haben, wieso hat niemand versucht zu bluffen, sei es mit einem Setzen oder einem Raisen? Auf diese Weise hätte er die anderen mit Leichtigkeit aus dem Pot treiben können.

Aber ich habe gesetzt und die beiden Gegner haben wie gesagt gecallt. Nun gut. Ich war gespannt, was der River zeigte. Und er zeigte – nichts. Eine 2, nicht in meiner Farbe! Na toll. Aber nicht verzagen, dachte ich mir. Mittlerweile war ich der Ansicht, dass mein Middle Pair ganz schön gut war in dieser Hand und ich die realistische Chance auf einen Sieg hatte. Denn wenn jemand ein Jokerpaar gehabt hätte, gäbe es mit Sicherheit einen Raise auf meine Wette am Turn, ganz zu schweigen von einer Wette am Flop. Gab es aber nicht und somit habe ich am River erneut gesetzt, diesmal dem Pot angepasst eine höhere Summe. Gefühlte zwei Sekunden später befand sich der Pot auf meinem Weg, denn meine beiden Gegenspieler haben sofort gefoldet. So soll es sein. Im Nachhinein erkannte ich, dass der eine K3 hatte und der andere T2. Krass, dachte ich mir, ich habe wohl hellseherische Fähigkeiten. Ich genoss es, auf Mr Green zu spielen, denn das Spielniveau der Gegner war niedrig.

Meine zweite Hand, die ich heute vorstellen möchte, hat sich so auf Book of Ra zugetragen. Liebe Leser, ich möchte hier nicht nur Hände mit euch besprechen, die ich gewonnen habe. Auch knifflige Verliererhände sollen hier ihren Platz finden. So hatte ich ein Paar Damen und war schnell in einem Heads Up mit einem Gegenspieler, welcher extrem aggressiv wettete und alle meine Wetten mit einem Reraise beantwortete. Das Heads Up ging dann auch schnell, denn ich war Pre-Flop All In gegangen. Das wurde schnell gecallt. Was kam zum Vorschein? Natürlich ein Paar Asse. Ich schäme mich etwas für diese Hand, deswegen möchte ich sie hier nur kurz vorstellen. Der Pot ging an meinen Kontrahenten; er hatte am Ende sogar einen Drilling. Sowas sollte mir besser nicht so oft passieren…

Mein Poker-Tagebuch auf Mr Green und Book of Ra: Tag 3

mr green casinoLetzten Mittwoch konnte ich aufgrund anderer Verpflichtungen nur ein paar Minuten auf Mr Green spielen. Book of Ra habe ich komplett außen vor gelassen, weil einfach keine Zeit hatte. Doch auch, wenn es nur ein paar Minuten waren, gab es mindestens eine interessante Hand.

Ich saß an einem Full Table mit 7 weiteren Spielern und hatte ein AT. Gute Hand, aber nichts Weltbewegendes, insbesondere nicht an einem vollen Tisch. Aber gut, der Einsatz war niedrig und es gab nur eine kleine Pre-Flop-Wette. Lustigerweise haben diese Wette gleich 5 Gegner, inklusive mir, gecallt, sodass es mit 6 Mann in den Flop ging. Dieser zeigte dann KQ2, unsuited. Sehr interessant, dachte ich mir. Das ist eigentlich mit das beste Blatt, was ich erwarten konnte. Meine Chance auf einen Flush waren vernachlässigbar, und ein Paar Asse zu haben war gefährlich wegen meines relativ niedrigen Kickers. Eine Straße allerdings, bzw. ein Straßen-Draw, war das Nonplusultra in dieser Situation. Natürlich war meine Hand dennoch sehr dünn, denn es fehlte der Joker. Das ließ ich dann auch meinen Tisch wissen und ging prompt All In. Niemand ging mit und ich nahm einen kleinen Pot ohne viel Aufwand mit nach Hause.

Wie hättet ihr meine Hand gespielt? War es gut, gleich All In zu gehen und somit das Risiko eines Potverlusts zu minimieren? Oder haltet ihr davon gar nichts? Schreibt mit ruhig, ich bin bereit zu lernen! Vielen Dank.